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Gildemeister verkaufen 12.11.2002
LB Baden-Württemberg
Die Analysten der Landesbank Baden-Württemberg nehmen für die Aktie von Gildemeister (WKN 587800) ein Downgrade von "reduzieren" auf "verkaufen" vor.
Der von Gildemeister für 2002 nach wie vor angepeilte Auftragseingang von 1 Mrd. EUR (2001: 1,14 Mrd. EUR) erscheine vor dem Hintergrund der bis dato erteilten Aufträge erreichbar. Nachdem sich die für die Mitte des laufenden Jahres erwartete Konjunkturerholung nicht eingestellt habe und bis Jahresende auf dem europäischen und amerikanischen Markt für Werkzeugmaschinen weiterhin mit wenig Dynamik zu rechnen sei, sehe sich die deutsche Werkzeugmaschinenindustrie veranlasst, ihre Anfang des Jahres aufgestellte Prognose eines Produktionsrückgangs für das laufende Jahr von -10% auf nunmehr etwa -17% zu korrigieren.
Gildemeister werde sich dieser Entwicklung, trotz eines relativ hohen Auftragsbestands (per 30.09.: 407 Mio. EUR), nur partiell entziehen können. Die Analysten würden deshalb ihre Umsatzprognose für das laufende Jahr von 1.040 Mio. EUR auf 1.005 Mio. EUR reduzieren, was im Vergleich zum Vorjahr einen Umsatzrückgang von 12% darstelle. Der von Gildemeister nach wie vor erwartete Umsatz von über 1 Mrd. EUR dürfte somit nur knapp erreicht werden.
Angesichts ihrer Umsatzsenkung sowie infolge des überraschend schlechten Konzernergebnisses im dritten Quartal würden sich die Analysten zu einer erneuten Ergebniskorrektur für das laufende Geschäftsjahr gezwungen fühlen. Gildemeister würde auf Gesamtjahressicht ein positives EGG noch für erreichbar halten. Die Analysten würden dies jedoch als sehr ambitioniert erachten. Das vierte Quartal dürfte zwar ein positives EGG aufweisen, jedoch nicht in ausreichender Höhe, um einen Ergebnisturnaround herbeizuführen. Nach Erachten der Analysten dürfte das EGG im laufenden Jahr bei – 6,6 Mio. EUR und der Jahresfehlbetrag – Gildemeister würde bereits mit einem Jahresfehlbetrag rechnen - mit –10,6 Mio. EUR deutlich im negativen Bereich liegen. Die Schätzung der Analysten für das Ergebnis je Aktie würden sie von 0,18 EUR auf – 0,37 EUR senken.
Gildemeister gehe davon aus, das aufgrund des erwarteten Jahresfehlbetrags aus heutiger Sicht mit einer Dividende für das Geschäftsjahr 2002 nicht zu rechnen sei. Angesichts des hohen erwarteten Fehlbetrags könne nach Erachtens der Analysten von einem Dividendenausfall ausgegangen werden. Für 2003 würde die deutsche Werkzeugmaschinenindustrie mit einer Stagnation der Produktion auf dem Niveau von 2002 rechnen, wobei im ersten Halbjahr weiterhin rückläufige Werte sowohl bei Absatz als auch in der Produktion unterstellt würden, die dann in der zweiten Jahreshälfte durch erwartete Wachstumsimpulse ausgeglichen werden sollten.
Mit einem Wideranstieg der Produktion auf Jahresbasis werde erst ab 2004 gerechnet. Die Marktstagnation dürfte sowohl für den europäischen, als auch den amerikanischen Werkzeugmaschinenmarkt gelten. Nach Erachten der Analysten dürfte Gildemeister 2003 angesichts der zu erwartenden Marktentwicklung ein nur minimales Umsatzwachstum aufweisen. Man würde deshalb die Umsatzprognose für 2003 von 1.090 Mio. EUR auf 1.015 Mio. EUR reduzieren. Der angesichts eines stagnierenden Marktes unverändert hohe Preisdruck dürfte 2003 die Margen weiterhin belasten. Gildemeister habe jedoch verschiedene kostensenkende Maßnahmen eingeleitet, die im Laufe des nächsten Jahres wirksam werden sollten. Die Gewinnschätzung der Analysten für 2003 würde deutlich von bisher 0,67 EUR auf 0,20 EUR je Aktie reduziert.
Vor dem Hintergrund der aktuellen Marktentwicklung würden die Analysten die hohe Nettofinanzverschuldung von Gildemeister als zunehmend problematisch erachten. Infolge weiter gestiegener Bankverbindlichkeiten in Zusammenhang mit einem rückläufigen Eigenkapital (Eigenkapitalquote sei seit Jahresanfang von 27,6% auf 21,4% gesunken) dürfte das Gearing von ca. 114% zu Jahresanfang auf mittlerweile etwa 165% angestiegen sein.
Das Rating der Analysten der Landesbank Baden-Württemberg für die Gildemeister-Aktie lautet "verkaufen".
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